Woher stammen Tapeten?

Woher stammen Tapeten?

Wandverzierungen gibt es nicht erst seit es die Tapete gibt. Alle Arten der Malerei an Höhlenwänden in der Steinzeit können als „Wandverkleidung“ unter den damaligen Möglichkeiten bezeichnet werden. Später wurden Wände wertvoller Gebäude z.B. mit aufwendigen Fresken verziert. Von der Antike über Mittelalter, Renaissance und Barock waren diese Malereien beliebt. Sie waren nicht nur eine Verschönerung des Raumes, sondern erzählen oft auch eine Geschichte.

In China entstanden erste Tapeten bereits um das Jahr Null. Damals wurde Seide kunstvoll bestickt. Da es sich um sehr kostbare Materialien handelte, waren diese Tapeten dem Adel vorbehalten. Die ersten Tapeten aus Papier stellten die Chinesen im 4. Jahrhundert her und bemalten sie per Hand. Nach Europa gelangten diese Tapeten im 16. Jahrhundert mit Handelsreisenden. Hier hatte man Wände bisher mit Seiden-, Brokat- und Samtstoffen verkleidet. Diese wurden allmählich durch die neuen Papiertapeten abgelöst, weil sie günstiger waren – jedoch nicht billig. Sie waren aufgrund der hohen Kosten immer noch dem Hochadel vorbehalten.

Goldledertapeten gelangten schon im 9. Jahrhundert aus Nordafrika über Spanien nach Europa. Wegen des teuren Rohstoffs und der aufwändigen Herstellung gehörten auch sie zu den Luxusgütern und waren bei weitem nicht für jedermann erschwinglich. Einerseits zeichnete sie ihre hohe Haltbarkeit aus. Andererseits stand diese aber auch den schnell wechselnden modischen Geschmäckern der Zeit im Wege.

Im 16. bis 18. Jahrhundert arbeitete man vermehrt mit Flocktapeten. Bei der Herstellung wurde auf unterschiedliche Textilien Wollstaub aufgebracht. Flocktapeten waren eine günstigere Alternative zu den bisherigen exklusiven Stoff- oder Ledertapeten.

Die ersten deutschen Papiertapetenfabriken wurde im 18. Jahrhundert gegründet. Die kostengünstige Massenanfertigung wurde im 19. Jahrhundert durch neue Druckmaschinen möglich.



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